Rutschen, singen, silly walking
von Theresa Luise Gindlstrasser
Wien, 23. September 2017. Er will noch nicht gehen. Er will noch ein ein bisschen saufen. Nestroyanisch gesprochen, und so spricht der alte Schuster Pfrim: "Die Nacht is keines Menschen Freund, da muß man sich wohin flüchten, wo’s lang Tag bleibt." Günter Franzmeier sinkt in die Knie. Schwingt eine Bierdose, unbestimmt, doch als Bekräftigung. Weinerlich, "dass ich dann und wann völlig arbeiten muss", das ist empörend, Franzmeier raunzt, er lallt: As Wienerisch as Wienerisch can be. Im Gewande der Vermurksung, und so sprichts sich nestroyanisch, wird die Herrschaftskritik zum bloßen Narzissmus. Der Narzissmus selbst aber zur Herrschaftskritik. "Ich wär’ vielleicht der ordentlichste Mann, den’s giebt, wenn die Verhältnisse darnach wären", so Pfrim.