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Im Lauf der Zeit

von Andreas Wilink

Köln, 18. Juni 2011. Solche Sätze haben es in sich. "Die Wolldecke in dem Laufställchen war durcheinander geraten, so daß an den Seiten die gelbliche Schaumgummiunterlage zu sehen war, ein mit Wollflusen besetztes lappiges Stück, und undeutlich, dafür um so eindringlicher empfand er wieder, zugeschnürt zu sein von den Dingen, die sich um ihn herum angesammelt hatten, abhängig von seiner Frau, von ihr, dem Kind und der Wohnung, dem, was einfach notwendig durch sie und das Kind mehr geworden war im Lauf der Zeit und sich nun häufte, einerseits belangloses Zeug, unwichtig genug, es nicht täglich zu beachten, hier, an dieser Stelle, dort, überall, in den Kisten, den Schränken, Schubladen, gedankenlos weggelegt, aber andererseits immer wieder etwas, das benutzt werden mußte, ob er wollte oder nicht, und das ihm durch die anderen, zuerst vage durch Gerald und jetzt noch mehr durch Rainer, der bei ihnen wohnte, immer wieder von neuem aufgezwungen wurde, wenn er sich mit ihnen unterhielt."