Zwischen Brecht und Boulevard
Hamburg, 30. September 2015. Hellmuth Karasek ist tot. Wie u.a. tagesschau.de meldet, starb der Literaturkritiker und Schriftsteller im Alter von 81 Jahren in seiner Wohnung in Hamburg.
Zwölf Jahre lang hatte Karasek neben Marcel Reich-Ranicki die ZDF-Sendung "Das literarische Quartett" geprägt. Seine journalistische Laufbahn begann er als Theaterkritiker bei der "Stuttgarter Zeitung", danach war er in derselben Funktion bei der Wochenzeitung "Die Zeit" in Hamburg. Mehr als 20 Jahre lang leitete er das Kulturressort des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Bis 2004 war er Mitherausgeber des Berliner "Tagesspiegel".
Karasek veröffentlichte Bücher über Carl Sternheim, Max Frisch, Bertolt Brecht und Billy Wilder. Daneben schrieb er für Zeitungen wie "Die Welt" und das "Hamburger Abendblatt" – wo auch regelmäßig seine Glossen erschienen. "Das Fernsehen hat mein Leben am meisten verändert", sagte er einmal. Unter dem Pseudonym Daniel Doppler schrieb er zudem drei Komödien fürs Theater ("Die Wachtel", "Hitchcock", "Innere Sicherheit"). Sein Sohn, der Regisseur Daniel Karasek, leitet als Generalintendant das Theater Kiel.
(tagesschau.de / geka)
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