5. April 2023. Zu Beginn der Spielzeit 2025/26 übergibt Isabella Vértes-Schütter die künstlerische Leitung des Hamburger Ernst Deutsch Theaters an Ayla Yeginer und Daniel Schütter. Das teilt das Privattheater in einer Presseaussendung mit. Isabella Vértes-Schütter ist seit 1995 Intendantin des 1951 von Friedrich Schütter und Wolfgang Borchert zunächst noch unter dem Namen "Das Junge Theater" gegründeten Hauses.
Ayla Yeginer und Daniel Schütter stammen beide aus Theaterfamilien, teilt das Ernst Deutsch Theater mit.
Ayla Yeginer, geboren 1983 in Kiel, arbeitete vor ihrem Wechsel nach Hildesheim seit Abschluss ihres Studiums der Wirtschaftswissenschaften an unterschiedlichen Theatern in Hamburg und inszenierte unter anderem am Theater Kontraste, am Ohnsorg Theater, am Oldenburgischen Staatstheater und am Stadttheater Pforzheim.
Zuvor war sie im PR-Bereich und als Dramaturgin tätig. 2022 erhielt sie den "Theaterpreis Hamburg – Rolf Mares" für ihre Inszenierung von "Kleiner Mann, was nun?" im Ohnsorg Studio.
Daniel Schütter, geboren 1990 in Hamburg, ist als Sohn von Isabella Vértes-Schütter und Theatergründer Friedrich Schütter mit dem Theaterbetrieb an der Mundsburg (der Spielstätte des Ernst Deutsch Theaters) bestens vertraut. Er spielte hier in mehreren Produktionen, zuletzt in "Don Carlos" (2022) und "Die Großherzogin von Gerolstein" (2022). Seit 2020 spielt er ebenfalls am Ohnsorg Theater. Er arbeitet zudem als Synchronsprecher, ist in Fernseh- und Kinofilmen zu sehen und ist Musiker unter anderem in der Band "kollektiv22".
2018 gründeten Ayla Yeginer und Daniel Schütter mit ihrem Kollegen Anton Pleva und dem Dramaturgen Marvin L.T. Müller das Theaterkollektiv "Sexy Theater Menschen", "in dem sie erstmals miteinander arbeiteten und sich politischen Themen wie dem Rechtsruck und den soziologischen Hintergründen von Radikalisierungsprozessen widmeten", wie die Pressemitteilung erläutert.
(Ernst Deutsch Theater / chr)
Am Ernst Deutsch Theater besprach nachtkritik.de zuletzt im Januar 2023 Anna Zieglers "The Wanderers" in der Regie von Elias Perrig.
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