Rainer, 1910 in Düsseldorf in eine jüdische Familie geboren, begann ihre Karriere am Düsseldorfer Schauspielhaus unter Louise Dumont und Gustav Lindemann. In Düsseldorf stand sie u.a. mit Wolfgang Langhoff auf der Bühne, der von 1927-1933 ebenfalls zum Ensemble gehörte. Max Reinhardt holte Luise Rainer 1931 an das von ihm geleitete Theater in der Josefstadt nach Wien. 1935 nahm kein Geringer als der legendäre Filmproduzent Louis B. Mayer die junge Schauspielerin in Hollywood unter Vertrag. Bereits für ihre zweite Hollywood-Rolle, die Darstellung der Anna Held in Robert Z. Leonards Musical-Film "Der große Ziegfeld" von 1936, wurde sie mit dem Preis der amerikanischen Filmakademie, dem Oscar, ausgezeichnet. "The Viennese Teardrop" wurde sie ihres melodramatischen Talents wegen genannt und als neue Greta Garbo gehandelt.
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Die berühmte Telefonszene aus "Der große Ziegfeld".
Rainer war in erster Ehe mit dem amerikanischen Dramatiker Clifford Odets verheiratet, der der kommunistischen Partei sehr nahestand. Luise Rainers zweiter Mann war der Verleger Robert Knittel, Sohn des Schweizer Schriftstellers John Knittel. Seit Mitte der 1940er Jahre lebte Luise Rainer mit Knittel in London. Dort ist sie Angaben ihrer Tochter Francesca Knittel-Bowyer zufolge in ihrem Haus nun an den Folgen einer Lungenentündung gestorben. In Deutschland ist Luise Rainer zuletzt im Jahr 2011 gewesen: als sie in Berlin in Anwesenheit von Bürgermeister Klaus Wowereit einen Stern auf dem Boulevard der Stars am Potsdamer Platz bekam. Damals war sie bereits 101 Jahre alt.
(sle)
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